Prävention mal ganz anders – Beleuchtungseinsatz für die Polizei
Krefeld, 14. November 2008 -- Freitag Abend, 19:00 Uhr,
Grotenburg-Stadion - der
KFC Uerdingen kickt gegen
Union Solingen. Um die angekündigten, fast schon zum Standard gehörenden Ausschreitungen der Fussballfans von vornherein besser kontrollieren zu können, forderte die
Polizei Krefeld kurzfristig die
THW-Fachgruppe Beleuchtung an.
Der Auftrag lautete: den Parkplatz an der Tiergartenstraße / Violstraße so auszuleuchten, dass die Einsatzkräfte der Polizei im Falle eines Falles einen besseren Überblick über das Geschehen gehabt hätten. Hierzu hatte die Polizei eine Hundertschaft bereitgestellt, die auch die Fans bereits an ihren Anreiseorten Hauptbahnhof und diversen Straßenbahnhaltestellen in Empfang nahmen und sicher zum Stadion begleiteten.
Nachdem der THW-Ortsbeauftragte für Krefeld, Kai-Uwe Hannover, der Einsatzanfrage zustimmte, rückten die Krefelder THW-Kräfte gegen 17:00 Uhr in Richtung
Grothenburg aus. Sofort nach dem Eintreffen am Sammelplatz der Einsatzkräfte folgte eine kurze Einsatzbesprechung zwischen der Polizei und dem neuen Gruppenführer der Fachgruppe Beleuchtung, Sven Wendelken. Dieser setzte seinen Auftrag auch gleich um und verlegte seine Fachgruppe Beleuchtung an den eigentlichen Einsatzort, um das Rennen gegen die einbrechende Dunkelheit rechtzeitig für sich zu entscheiden. Kaum war der
Lichtmast und weitere Beleuchtungseinrichtungen in Stellung gebracht, zogen auch schon erste, durch die Polizei massiv begleitete und grölende Fans an der Einsatzstelle vorbei. Dass diese Situation bei den Einsatzkräften des THW nicht wirklich für Wohlbehagen sorgte, war deutlich spürbar. War man doch um die Präsenz jedes Polizeibeamten äußerst dankbar.
Nach Spielende sollte es dann wohl ernst werden. Um möglichen Vandalismus am eigenen Gerät möglichst gering zu halten, wurden die Fahrzeuge weitestgehend gesichert und man bereitete sich darauf vor, sich schnellst möglich in die relativ sicheren Fahrzeuge zurückziehen zu können.
Doch was war das? Bis auf die Besucher, die ihre Fahrzeuge vom Parkplatz abholten um friedlich ihre Heimreise anzutreten, ließ sich niemand auf dem vorbereiteten „Schlachtfeld“ sehen. Offensichtlich hatten die anrückenden Fans die Lage entsprechend beschattet und die Ausschreitungen aufgrund der für sie „ungünstigen“ Situation abgesagt – denn nur „im Dunkeln ist gut Munkeln“. Auch über Funk verlautete, neben kleineren Rangeleien, nur ein mehr oder weniger geordnetes Abrücken der Fußballanhänger. Mit diesem positiven Nebeneffekt der Beleuchtungsmaßnahme hatte wohl keiner gerechnet!
Nach einem weiteren kurzen Sondereinsatzauftrag der Polizei, ein Anwohner hatte sich über eine mutmaßliche Sachbeschädigung beschwert, welcher durch unseren „eigenen“ Polizeihauptkommissar (von Berufs wegen Polizist, im Ehrenamt THW-Helfer) abgearbeitet werden konnte, entließ die Polizei die Krefelder THW’ler bereits gegen 21:30 Uhr aus dem Einsatz. „Vielen lieben Dank für eure tolle Unterstützung!“ schallte es von der Einsatzleitung der Polizei aus dem Lautsprecher des Funkgerätes des ebenfalls mitgeführten
Führungskraftwagens der Fachgruppe Führung & Kommunikation.
Zu erwähnen bleibt aus unserer Sicht noch die hervorragende Verpflegung durch die Polizei, für welche wir uns recht herzlich bedanken!
Bericht & Fotos: Carsten Höhndorf
Veröffentlicht am:
14.11.2008 - 23:45
von Carsten Hoehndorf
Letzte Aktualisierung
15.11.2008 - 21:44